Selbst wirksam Führen – Führungskräftecoaching Münster

Im Führungskräftecoaching Münster bei uns systemikern und auch in den zahlreichen Unternehmen, die wir als systemische Coaches begleiten dürfen, dreht es sich häufig um Begriffe wie „Wirksamkeit“, „Sinnempfinden“, „Selbstführung“. 

 

Was heißt das konkret?

Wirksamkeit und im Speziellen auch die Selbst-Wirksamkeit und das damit verbundene Sinnempfinden sind natürlich sehr individuell definiert. Was für den einen wirksam erscheint, muss für die andere noch lange nicht so sein. Beispielsweise kann ich es als wirksam empfinden, möglichst sachlich durch eine Besprechung zu moderieren, um schnell und effizient Lösungen zu finden. Ich könnte es aber auch gerade als sehr selbstwirksam empfinden, wenn erst einmal die kreativen, intuitiveren Anteile zur Lösungsfindung aktiviert werden, z.B. durch Brainstorming Techniken.

Und hier scheiden sich auch schon bezüglich der Künstlichen Intelligenz die Geister. Denn was KI kann, ist analytisch zu arbeiten im Sinne von reiner Daten Analyse. Was sie eben nicht kann, ist sich intuitiv auf sich selbst zu beziehen. Und damit fehlt ihr ein immens großer Teil von Wahrnehmung und Selbstbezogenheit.

Wenn ich beispielsweise mit jungen Menschen spreche, die mir sagen, ich befrage zu allem die KI (und handle auch meist nach ihren Ratschlägen), dann habe ich persönlich ein Störgefühl. Denn die KI kann zu Menschen nicht individuell in Resonanz treten, also keine „warme“ Empathie aufbringen. Die Ratschläge, die sie gibt, sind rein analytisch kognitiv gebaut (und auch sehr fehleranfällig) – eben nicht erspürt. Für diese Art der Resonanz muss man empfinden können und das passiert über den Körper.


Körper Geist Seele – eine wichtige wirksame Einheit !

Jeder Mensch kennt das sogenannte Bauchgefühl, nach dem Motto: Wenn ich das Gefühl habe, da stimmt was nicht, dann stimmt das meistens. Dieses warnt uns vor bestimmten Entscheidungen, Menschen, Vorhaben… Und oftmals hat es (auch im Nachhinein gesehen) recht, auch wenn vordergründig erst mal gute Sachargumente für die Dinge gesprochen haben. 

Warum ist das so?

Wir Menschen haben zwei große Informationsverarbeitungssysteme in unserem Gehirn: Das Intentionsgedächtnis (Absichtsgedächtnis), was eher analytisch arbeitet. Hier sprechen wir auch vom sogenannten „Ich“. Und dann haben wir das sogenannte Extensionsgedächtnis (Erfahrungsgedächtnis), was emotional verarbeitet und dadurch sehr stark auch mit unseren Körperempfindungen verknüpft ist. Dieses bezeichnen wir als unser „Selbst“

Wenn wir beispielsweise Menschen im Führungscoaching aus ihrer Fixierung auf ein bestimmtes Problem heraushelfen möchten, dann arbeiten wir mit den Personen am sogenannten „Selbstzugang“. Denn unser Selbst weiß sehr viel. Der Name sagt es schon: Es ist ein riesengroßes Netzwerk an Erfahrung und Wissen und Kompetenz. Und wenn wir gut darauf zugreifen können, dann können wir auch selbstbewusste Lösungen für uns entwickeln – an die wir wirklich glauben.
Genau das ist auch der Punkt: Die Lösungen, die wir hier selbstbestimmt entwickeln, sind zur eigenen Persönlichkeit passende, stimmige Lösungen und nicht irgendwelche analytischen Ratschläge, die beispielsweise die KI „gut findet“, weil sie das Internet darauf hin durchsucht und zusammengefasst hat.


Auch bestimmte Beratungsansätze, im Vergleich zum systemischen Führungskräftecoaching, arbeiten häufiger mal mit „selbst-fremden“ Vorgaben. Diese motivieren Personen  oder Teams nur bedingt, da sie nicht zum eigenen Selbst („So wie ich es gern machen würde“), zum eigenen Selbstverständnis zum Beispiel auch eines Arbeitsteams passen.

Zurück zu den jungen und auch älteren Menschen: Wenn diese also lernen recht unreflektiert, ohne selbst zu denken und zu fühlen, zB „Meinungen der KI“ (aus bestimmten Algorithmen des Internets gespeist) zu übernehmen, dann entfernen sie sich möglicherweise immer mehr vom eigenen Selbst und Selbstzugang. Denn dieses arbeitet kaum mehr, da es dann kaum noch aktiviert wird.


Körperempfinden für die Selbst-Wirksamkeit 

Die moderne Motivations- und Persönlichkeitsforschung gibt klar Aufschluss darüber, dass es hilft, beispielsweise beim Umsetzen von Veränderungen und dem erfolgreichen Erreichen von Veränderungszielen, den Körper bewusst einzusetzen.

„Es selbst in die Hand nehmen“, empfinde ich als guten Ausspruch dafür. Es hat was mit den Händen zu tun. Wenn wir Dinge selbst tun – und dazu gehört auch das eigenständige kritische Denken – dann empfinden wir Wirksamkeit. Und dieses Gefühl verstärkt sich umso mehr, wenn wir sehen, was wir erreichen können – dann sprechen wir auch oftmals davon, dass wir produktiv waren. Und je mehr wir an Dinge heranreichen, sie erreichen wollen, desto mehr macht es Sinn, die vollen Ressourcen des menschlichen Daseins auszuschöpfen (und sie eben nicht nur auf den Geist oder auch nur bloßes „ich mache das, was man mir vorschlägt“ zu reduzieren). 

Statt sich nur vorzustellen, wie einem bestimmte Dinge gut gelingen, ist es notwendig, beide Gehirnhälften zu aktivieren und das am besten noch durch den Körper zu verstärken! 

ÜBUNG

Das affektiv motorische Pendeln:

  • Erinnern Sie sich an einen vergangenen Erfolg und dann gehen Sie gedanklich in Ihren als schwierig empfunden Vorsatz/Wunsch/Absicht – und wechseln wieder zurück.

    Sie switchen und pendeln also zwischen den Hindernissen und Zielen:
    Je stärker Sie dabei in die entsprechenden Emotionen gehen, desto hilfreicher!

  • Während Sie dann an die schwierige Absicht denken und links einen Ball in der Hand kneten (wirkt dann auf die rechte Hirnhälfte), erhöht sich nachweislich der Umsetzungserfolg.

    Warum? Weil Sie durch die motorische Bewegung in Ihrer linken Körperhälfte die rechte Gehirnhälfte mit stimulieren, die fürSelbstwachstum zuständig ist.

Nehmen Sie zudem die Sprache mit hinzu:
„Diese SCHWIERIGE Aufgabe xyz geht mir LEICHT VON DER HAND“.
In diesem Satz, den Sie sich als Verstärker auch selbst sagen können, sind ebenfalls „pendelnd“ beide Hirnhälften stimuliert, das Absichtsgedächtnis plus die Leichtigkeit der intuitiven Verhaltenssteuerung.

Führungskräfte im Führungskräftecoaching Münster haben häufiger mal folgende Problemstellung:

Wie kann ich mich selbst gut abgrenzen, mein Team in Eigenverantwortung bringen und gleichzeitig wirksam und unterstützend wirken?

Hier könnte die Übung folgendermaßen aussehen:

    • Ich erinnere mich daran, wie ich einem Mitarbeitenden sagte, dass er das Thema jetzt alleine lösen soll und ich ihm das voll zutraue. Ich habe es geschafft mich zurück zu halten und nicht zur Hilfe zu springen. Das hat sich erleichternd angefühlt. 
      (hier in den Körper hinein spüren: wo genau und wie spüre ich dieses erleichterte Gefühl?)

    • Jetzt denke ich an die Kollegin, die ich sehr mag und der soll ich jetzt auch sagen, dass ich jetzt nicht weiter unterstützen kann und sie es allein lösen soll (obwohl ich weiß, dass sie auch am Energie Limit ist). Das fühlt sich schwer an.
      (hier auch in den Körper hinein spüren: wo genau und wie spüre ich dieses Gefühl?)

Switchen/pendeln Sie hin und her. Und während Sie an die schwierige Absicht, das Hindernis (aus „Sympathie“) denken, kneten Sie den Ball in der linken Hand (das wirkt auf die rechte Hirnhälfte, also das Selbst, was für das Selbstvertrauen zuständig ist…). Dies alles ist gut wissenschaftlich belegt und zeigt, wie sehr der Körper unterstützen kann, damit es uns geht und wir in wirksame Veränderung kommen.

Bestimmte funktionale oder dysfunktionale Körperspannungen und damit Ursache und Wirkungszusammenhänge wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen etc pp sind Folgen davon, wie unser Gehirn arbeitet bzw. benutzt wird von uns selbst.


Der Körper spricht, der Geist führt – oder umgekehrt?

„Mein Kopf kommt nicht zur Ruhe.“
Das höre ich in Führungskräftecoachings Münster und in Führungskräfteentwicklungen sehr häufig.

Das berühmte Gedankenkarussell mit den negativen Gedanken hält viele Menschen auf Trapp, so dass sie sich ständig überspannt fühlen und/oder schlecht einschlafen und schlafen können. Gerade der Schlaf ist total wichtig für die Regeneration, um wieder zu Kraft und Energie zu kommen. Ansonsten befinden wir uns permanent in einer „Survival Zone“, die auf Dauer in eine Burnout Zone führen kann…

In der Persönlichkeitspsychologie sprechen wir hier vom sogenannten Neurotizismus, einer Dünnhäutigkeit für negative Affekte/Gefühle (PSI Dignostik). Neurotizismus ist eine Persönlichkeitseigenschaft, die die Anfälligkeit für negative Gefühle beschreibt. Das Big Five Modell sagt dazu: Neurotizismus ist neben Extraversion, Offenheit, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit einer der fünf grundlegenden Persönlichkeitsfaktoren. 

    • Hoher Neurotizismus: Personen mit einem hohen Wert neigen zu Ängsten, Selbstzweifeln, Unzufriedenheit und Stimmungsschwankungen. Sie reagieren oft stärker auf Stress und können Situationen negativ interpretieren.

    • Niedriger Neurotizismus: Personen mit einem niedrigen Wert gelten als emotional stabil, ruhig und resilient.

    • Wahrnehmung von Situationen: Menschen mit hohem Neurotizismus interpretieren mehrdeutige oder stressige Situationen häufiger negativ, was beispielsweise zu Schlafproblemen vor wichtigen Ereignissen führen kann.

Das Problem ist zudem, dass ein signifikant hoher Neurotizismus einen dauerhaft hohen Cortisol Hormonspiegel aktiviert. Dieser schwächt das Immunsystem, bringt Schlafstörungen, verstärkt Herz-Kreislauf Probleme und insgesamt kann man sagen, mehr Gesundheitsprobleme und eine höhere Sterblichkeit.

Spätestens bei dieser Erkenntnis fällt ein nächster Begriff in Bezug auf das eigene Selbst, nämlich die Selbstfürsorge. Und die ist auch immer mit dem eigenen Körper, dem Selbstgespür verbunden – denn wir sind körperliche Wesen (im Unterschied zur KI). 

Selbstwirksamkeit könnte und sollte also unserer Ansicht nach bedeuten, seinen eigenen Körper als Signalgeber gut spüren zu können, Emotionen benennen zu können und damit in den Dialog zu gehen. Die KI beispielsweise bestätigt im Dialog nur das, was wir ihr selbst anbieten. Dies wird oftmals fälschlicherweise als „die versteht meine Individualität“ missverstanden. Sie kaut uns also Dinge vor, die wir bereits von uns wissen. Andere Wahrnehmungen und Empfindungen fallen möglicherweise durch das Raster. Genau DAS wäre ja das Spannende und Hilfreiche, eine andere Perspektive zu bekommen – auf mich selbst.


Blinde Flecken – Unterschiede machen 

Menschen haben jede Menge blinde Flecken, weil unser Unbewusstes vieles verbirgt. Da braucht es z.B. den externen Blick, zum Beispiel den Coach im Führungskräftecoaching, der/die eben auch mal eine andere Sichtweise anbietet. Wie oft erleben wir es im Coaching, dass Führungskräfte, Mitarbeitende und ganze Teams zu einer Selbsterkenntnis kommen, die überhaupt nicht in der eigenen Wahrnehmung war: „Wenn wir etwas sehen, sehen wir etwas anderes nicht“. Ein systemischer Grundgedanke. Wir alle bilden – auch in Gruppen – einen bestimmten Wahrnehmungsfokus und anderes rutscht durchs Raster. Wenn wir allerdings auch wachsam in Bezug auf unseren Körper sind, können wir ganz viel, auch frühzeitig. schon erspüren. Der Körper weiß, was uns gut und nicht gut tut – und zeigt es auch. Wir hören nur sehr oft viel zu wenig hin und drücken die Symptome einfach weg.

Für das Coaching bedeutet dies sehr oft, dass Menschen plötzlich anfangen, über ein besseres Selbstgespür, ihre Angst benennen zu können und anders damit umzugehen. Das entspannt Körper, Geist und Seele und schafft wieder neue Wahrnehmungsmöglichkeiten für eigene individuelle Lösungen.

Eine Führungskraft, die beispielsweise anfängt auf ihre Teams weniger Kontrolle auszuüben und ihnen mehr Freiraum zu geben, weil sie mit ihren eigenen Ängsten in der Führungsrolle (zB Statusverlust) viel besser umgehen und sie bestenfalls in etwas Produktives umwandeln kann.
Es könnte zB eine Besprechungsrunde mit dem Team neu eingeführt werden (anstatt des alltäglichen Kontrollverhaltens), wo die Führungskraft bewusst die Rolle des Bedenkenträgers/ der Bedenkenträgerin einnehmen kann und so ihre Impulse loswird. Die Verantwortung dafür, was das Team damit dann macht, liegt dann aber beim Team.
Über gut installiertes Feedback kann viel Erleichterung geschaffen werden, gerade dann, wenn man sich dabei mit anderen fühlenden Menschen verbindet.

So kann man auch ganz anders kollektive Wirksamkeit schaffen. Und das macht ganz sicher Sinn, weil jeder und jede gehört werden will und kann in ihrem individuellen Eigensinn und Sinnverständnis der Dinge. 

Diese hier beschriebene Selbstführung wird heute immer wichtiger und notwendiger, je mehr wir uns auch – gerade auch durch die vermehrte Digitalisierung – vom eigenen Selbst entfernen und distanzieren. Daher ist und bleiben die Themen Führungskompetenz, Selbstführung, Resilienzfähigkeit, individuelle Entwicklung und Lernen, Kreativität, Sozialkompetenz, Innovatives Denken, systemisches Changemanagement, Veränderungskompetenz mit dem Selbst und damit mit dem Fühlen und dem Körpergespür direkt verbunden.

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